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Ein Zwischenbericht

Aktualisiert: 10. Mai

Liebe Froindinner des experimentellen Kunst- und Kulturlebens in Wiesbaden!


Der große Verlust unserer Künstlerischen Leitung Sigrid Skoetz im Okt 2022, unsere vielen Dach- u. Wasserschäden am Gebäude u. die Folgen von Corona in der aktiven Kunstszene haben uns in jüngster Zeit vor die unmöglichsten Hindernisse gestellt. In einem wahnsinnigen, vertrauensvollen  Blindflug haben wir weiter und immer weiter gemacht und gemeinsam mit euch wundervoll viel durchgestanden und bewältigt



.


Rundum die Restrukturierung unserer Arbeit haben wir nun zusätzlich zu einem Werkstudentenvertrag, eine weitere Person versicherungspflichtig fest angestellt für die Bar. Mehr ist nicht drin (Und auch das wird abenteuerlich schwer mit der Rentenversicherung).


Darüber hinaus arbeiten zwei Personen ehrenamtlich, davon  neben Hauptberuf, Kind und Kegel nahezu in Teilzeit um das Lebenswerk eines Kultur- und Kunstbelebenden Hauses mitsamt seines Netzwerkes an Künstler*innen nicht als Plattform zu verlieren. Weil wir solche Orte und Erlebnisräume von Kritik, Grenze und Zauber brauchen, wie die Luft zum Atmen.


Das Programm läuft. Die Vorstellungen voll belegt und auch unsere Räumlichen Kapazitäten sind beschränkt. Traurige Wahrheit an der Kulturarbeit ist: es verhält sich wie die Care-Arbeit von Frauen: sie wird weitestgehend nicht bezahlt.


Selbst bei Ausverkauf ist jeder Abend ein monetäres Verlustgeschäft. Es lebt davon dass alle Beteiligten lieben was sie tun. Ohne die Unterstützung des Kulturamtes Wiesbaden könnte es uns gar nicht geben, denn die decken u.A. die Mieten und Nebenkosten.


Unsere Eintrittsgelder gehen an die Künstler*innen- sind eher eine Entschädigung - aber eben mit einem Rutsch weg - oft eher als Entschädigung für Fahrtkosten.


Was auch nicht bezahlt wird sind die vielen Stunden Booking, Auswahl, Korrespondenz, Netzwerkarbeit, Putzen, Koordination, Renovierung und Instandhaltung, Technikanschaffung u. die Abendspielleitung, die Entwicklung von Formaten, Bandbetreuung, Anträge schreiben, Abrechnungen, proben usw.


Wir sind ein gemeinnütziger Verein u. die Arbeit die wir tun, tun wir weil wir das Lebendigsein verehren. Weil wir hoffen auf eine Zukunft in der wir daran beteiligt sind Verständigung, Perspektivwechsel, gesellschaftliche Verhärtungen zu bewegen. Weil wir wissen das Inspiration mit den Mitteln unserer Kunst die Lust auf Leben erhält u. Menschen in ihrer Menschlichkeit stärken kann.


Wenn ihr unsere gemeinnützige Arbeit unterstützen wollt ohne an unserer Bar zu Alkoholiker*innen oder Limonadenballons zu werden, könnt ihr dies auch über Spenden tun! Mit dem Betreff "Spenden" freuen wir uns auf eure direkte Unterstützung:


Förderung für zeitgenössische Theaterkunst im Walhalla und des Films e.V.

IBAN: DE91 5105 0015 0116 0849 64

BIC: NASSDE55XXX


Wir können Spendenquittungen ausstellen.


Kleine Vorschau und Auswahl unseres bisherigen Theaterprogramms 2024


Samstag, 25.05, 20:00 Uhr FORUMTHEATER RE:TO

Soziales Theater, dass Bewusstsein für gesellschaftliche Probleme schärft u. die Entwicklung von Handlungsstrategien durch das Publikum anregt.


Montag, 10.06., 20:15 Uhr IDA FLUX - Stücke für Jetzt, Vol.1

- Tanz-Konzert-Performance


Donnerstag, 13.06 GEHEIMPLAN gegen DEUTSCHLAND

Szenische Lesung der Correctiv Recherche zum strukturell geplanten Rechtsruck


Samstags, 22.+29.06 WAS MAN SÄT

Ein zwei-frauen-Stück über Leben u. Sterben, über Depression u. dem Trotzen durch Lebenslust.


07.07 FREI SEIN - Ein liebevolles Stück für Kinder von Theater 3D


05.10 IN DRY WATER-GRANDIOS SENSIBEL

Eigenproduktion von Melissa Klingelhöfer:

Konzert (Cello, Piano, Kontrabass, Drums) und Ballettperformance über Neurodiversität


15.+16. November: Premiere der Eigenproduktion vom furiosen und grenzsüchtigen Hausensemble rundum die Künstlerin Marie Zbikowska "haun&stechen" Berlin/Wiesbaden

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